Auf den Spuren des Malers und Radierers

* 5. September 1888 in Krefeld

† 18. Dezember 1954 in Eupen

Alfred Holler
Portraitfoto von Alfred Holler

An der Kunstakademie Karlsruhe war Alfred Holler Meisterschüler von Prof. Ludwig Dill. Hier wurde seine künstlerische Entwicklung entscheidend geprägt. Seine Vorliebe galt fortan dem Einfangen von Landschaften mit Pinsel und Zeichenstift. Studienreisen führten ihn nach Holland und Flandern, in die Eifel und Ardennen, zur Ahr und Mosel sowie nach Paris und München.

Neben den markanten, dem Nachimpressionismus verpflichteten Gemälden, imponiert in Hollers Schaffen das graphische Werk.

Manchmal wird Alfred Holler als der Eifelmaler schlechthin bezeichnet. Viele andere Landschaften hat er genauso gekonnt im Bild festgehalten.

Alfred Holler um 1914
Alfred Holler um 1914

Eine erste zusammenfassende Arbeit über Alfred Holler hat Nadine Streicher aus Eupen unter den Titeln: „Le peintre Alfred Holler: Un patrimoine culturel“ und „Le peintre Alfred Holler: Un patrimoine culturel, Le catalogue“ in den Jahren 2004 / 2005 an der Université catholique de Louvain- la- Neuve verfasst.

Alfred Holler mit Staffelei
Alfred Holler mit Staffelei

Das umfangreiche Werk von Alfred Holler zeitlich einzuordnen bereitet große Schwierigkeiten. Der Künstler hat seine Arbeiten fast nie datiert. Ein Werkeverzeichnis gibt es nicht mehr. Ebenso ist die Biographie von Alfred Holler noch lückenhaft.

Fritz und Hilke Dzubiel, geborene Holler, die Großnichte von Alfred Holler, sind seit einigen Jahren auf den Spuren des Malers und Radierers. Gilbert Duppich und Hanns-Georg Salm befassen sich schon seit Mitte der 50er Jahre mit dem Künstler und seinen Werken. Durch ihre Initiativen und mit amtlicher Unterstützung erhält der beinahe in Vergessenheit geratene Alfred Holler wieder seinen verdienten Bekanntheitsgrad. Dies erreichten sie vor allem durch die vielbeachteten Jubiläumsausstellungen zum 100. Geburtstag des Künstlers im Jahre 1988 in Daun und in Eupen.

Alfred Holler um 1950
Alfred Holler um 1950

Im Jahre 1926 schreibt Will Hermanns in dem Heft "Der Eifelmaler - Alfred Holler":

"Fritz von Willes Kunst ist romantisch... Neben ihr ist anderes möglich und wirklich: eine erdhaftere, modernem Naturempfinden nähere, weniger "poetische" und doch nicht minder stimmungsvolle Kunst, wie sie sich etwa im malerischen Werk Alfred Hollers darbietet. ...

Mit der Fülle und dem Gehalt seines Schaffens tritt Alfred Holler als Eifelmaler neben den älteren Fritz von Wille. Beide eigenartig und selbständig in ihrer Kunst. Persönlicher Geschmack mag den einen höher werten als den anderen. Ein ernsthafter Streit, wer der Größere ist, ist heute sicherlich unaustragbar. Er ist auch überflüssig. Freuen wir uns, dass wir zwei solcher Kerle haben!"